Umzug selbst gemacht: So gelingt der Umzug in Eigenregie

Kleintransporter mieten, Kostenvergleich, Umzugskartons, Helfer organisieren etc.

Gründe für einen Umzug gibt es viele: Das neue und langersehnte Zuhause ist endlich bezugsfertig, der Umzug in eine andere Stadt aus privaten oder beruflichen Gründen steht an, man hat sich vom Partner getrennt oder zieht mit jemandem zusammen usw. Kosten schon im Vorfeld des Umzugs gibt es meistens genug (z. B. in Form von Kaution, Mietzahlung, Renovierung, Möbelkauf etc.), sodass die meisten der mehr als 8 Millionen Deutschen (!), die pro Jahr umziehen, den Umzug selbst in die Hand nehmen.

Den Umzugstransporter richtig auswählen

Je nach Volumen des Umzugsgutes und Distanz zwischen der alten und der neuen Wohnung wird ein (Klein-)Transporter für wenige Stunden, ein Wochenende oder auch einige Tage angemietet, um alles transportieren zu können. Hier lohnt sich ein Preisvergleich immer; unbedingt sollte man auch im Vorfeld abklären, ob der Transporter in der erforderlichen Größe überhaupt zur gewünschten Zeit verfügbar ist.

Tipp: Die meisten Leute ziehen am Wochenende um und wollten von daher auch für Samstag und Sonntag einen Transporter anmieten, sodass diese oft schon wochenlang vorher ausgebucht sind. Falls man die Möglichkeit hat, seinen Umzug auch unter der Woche durchzuführen, kommt man kurzfristiger und oft auch preisgünstiger an einen Transporter für den Umzug. Voraussetzung hierfür ist in vielen Fällen, dass die eventuell benötigten Helfer aus dem Familien- oder Freundeskreis dann Zeit haben und auch ein Fahrer zur Verfügung steht, der den Transporter in der bestellten Größe fahren darf.

Den Umzugstransporter auf jeden Fall so groß wählen, dass das größte Möbelstück auch hineinpasst. Falls man innerhalb der Stadt oder Region umzieht, kann man seinen Umzug in mehreren Etappen erledigen. Ist die Distanz jedoch größer, sollte man auch den Umzugstransporter so groß wählen, dass das gesamte Umzugsgut darin Platz hat, um Mehrfahrten zu vermeiden.

Rechtzeitig aussortieren und entrümpeln

Vor dem Umzug ist eine Entrümpelung von Dachboden oder Keller empfehlenswert: Jetzt ist der Zeitpunkt, sich zu entscheiden, ob wirklich alles, was sich da vielleicht schon über Jahre so angesammelt hat, auch mit in die neue Wohnung muss. Was man nicht mehr braucht, kommt entweder in die Mülltonne, zum Wertstoffhof oder auch – falls noch gut in Schuss – als Spende an eine Sozialstation in der Nähe. Entsprechende Adressen und Kontakte finden sich im Internet.

Wenn man noch genug Zeit hat, kann man noch Intaktes, nicht mehr gewollte Sammlerstücke oder Inventar entweder auf dem Flohmarkt oder auch im Internet an den Mann bringen. So kommt noch etwas Geld in die Kasse – und gleichzeitig reduziert sich das Volumen des Umzugsgutes.

Kartons & Co. – so wird alles gut verpackt

Schon Wochen oder zumindest Tage vor dem eigentlichen Umzug geht’s ans Packen: Umzugskartons, stabiles Klebeband und Verpackungsmaterialien bekommt man z. B. im Internet, im Baumarkt oder auch beim Vermieter des Umzugstransporters. Kartons können grundsätzlich entweder gekauft oder gemietet (und dann verbunden mit einer teilweisen Erstattung des Mietpreises zurückgegeben) werden. Bei Autovermietern kann man bei Bedarf oft auch zusammen mit dem Transporter noch Möbelroller, Decken, Gurte und dergleichen mehr anmieten. Beim Kauf oder beim Leihen von Umzugskartons nicht an der falschen Stelle sparen: Schon das Inventar eine 3-Zimmerwohnung kann unter Umständen bis zu 100 Kartons füllen! Grundsätzlich rechnet man pro Quadratmeter Wohnfläche einen halben bis einen Karton.

Umzugsgut sollte stets gut verteilt verpackt werden, wobei die einzelnen Kartons nicht zu schwer sein dürfen, um es den Umzugshelfern etwas zu erleichtern und ein Ausreißen oder Durchbrechen der Kartons zu verhindern.

Essentiell ist auch eine gut sichtbare Beschriftung der Umzugskartons, möglichst einmal auf der Seite und einmal oben; sowohl das Zimmer wie auch der Inhalt des Kartons sollte abgebildet werden, also z. B. “Küche – Geschirr weiß”, “Wohnzimmer – DVDs”, “Schlafzimmer – T-Shirts Tom”usw. Wermöchte, kann auch (zusätzlich) noch mit Nummerierungen arbeiten. Kartons mit zerbrechlichem bzw. empfindlichen Inhalt kennzeichnet man entweder mit roten Spezialklebeband oder entsprechender Aufschrift.
Unempfindliches Umzugsgut wie etwas Winterjacken, Bettzeug, Kissen und dergleichen kann man auch in großen Müllsäcke unterbringen und sehr gut im Transporter zum Schutz von Möbeln oder Inventar verwenden.

Dinge, die man bis zum eigentlichen Umzugstag noch braucht, also einige Kleider, Schuhe, Waschtasche, Küchenutensilien, Putzzeug, (angebrochene) Lebensmittel u. ä. werden extra verwahrt und ggf. auch gepackt, z. B. in Reisekoffer, Sporttasche, Trolley oder Kühlbox, damit man sie gleich erkennt und zur Hand hat. Sie werden auch als letztes in den Transporter gepackt, damit sie nach der Fahrt zur neuen Wohnung gleich verfügbar sind.

Für die guten Geister, die einen am Tag des Umzug als zupackende Helfer tatkräftig unterstützen, sollte man ausreichend Getränke und Verpflegung vorbereiten. Und wenn dann in der neuen Wohnung nach getaner Arbeit noch genug Energie für ein gemeinsames Bierchen oder das Anstoßen mit einem Glas Sekt übrig ist, hat man alles richtig gemacht.

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